Urheberrecht: Elnur @shutterstock.com

Dem Chef die Krawatte abschneiden: 4 Arbeitsrechte an Karneval

Karneval, Fasching, Fastnacht – egal wie. Die fünfte Jahreszeit ist die Zeit des ausgelassenen Feierns, der guten Laune und der Kostümierung. Das Letzte woran man in dieser Zeit denkt, ist die Arbeit. Dennoch: nicht wenige Menschen müssen an Rosenmontag arbeiten. Was sollten Sie in dieser besonderen Zeit beachten?

1. Feiertag an Karneval

An den Faschingstagen besteht grundsätzlich kein Anspruch darauf, freizubekommen. Es besteht außerdem auch kein Anspruch auf betrieblichen Urlaub. Die einzige Ausnahme ist die sogenannte betriebliche Übung. Eine Übung bezeichnet den über Jahre gleich gehandhabten Umgang mit freien Tagen. Wenn der Arbeitgeber seinen Angestellten also seit Jahren an Rosenmontag frei gibt, dann muss er begründen, warum es diesmal anders sein sollte. Es kommt also ganz auf den Betrieb und den Arbeitgeber an.

2. Kostüme am Arbeitsplatz

In diesem Fall ist es ähnlich. Als Clown verkleidet in einer Kanzlei aufzutauchen, oder im sexy Krankenschwesterkostüm in einem Krankenhaus zu erscheinen, wäre wohl nicht angebracht. Doch es kommt auch hier auf den Arbeitgeber an. Er kann bestimmen, ob eine Kostümierung an Fastnacht angebracht ist, oder nicht. In vielen Supermärkten tragen die Kassierer beispielsweise Clownsnasen über die Fastnachtszeit hinweg.

3. Dem Chef die Krawatte abschneiden

An Weiberfastnacht ist es üblich: den Männern wird die Krawatte abgeschnitten. Egal wem, egal wo. Vor allem am Arbeitsplatz ist hier aber Vorsicht geboten. Denn das Amtsgericht Essen hat entschieden, dass das ungewollte Abschneiden einer Krawatte zu einer Schadensersatzpflicht führt. Und dem Chef schlechte Laune machen, möchte auch niemand.

4. Den Karnevalsumzug wenigstens im Radio verfolgen

Die, die an Karneval arbeiten müssen, wünschen sich oft, wenigstens einen Teil des bunten Treibens mitverfolgen zu können. Das Verlassen des Arbeitsplatzes stellt allerdings eine Arbeitsverweigerung dar, welche mit einer Abmahnung geahndet werden kann. Anders verhält es sich beim Radiohören. Wird die übertragene Arbeit ordnungsgemäß, konzentriert und sorgfältig verrichtet, dann liegt im Radiohören auch keine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten. Allerdings ist in einigen Betrieben das Radiohören generell oder zu bestimmten Zeiten untersagt. Dies sollte vorher geprüft werden.

 

Zurück