Urheberrecht: Khakimullin Aleksandr @shutterstock.com

Datenschutzrechte, die Sie kennen und einfordern sollten

Am 28. Januar wird seit 10 Jahren weltweit der Europäische Datenschutztag gefeiert. Was sich in der europäischen Datenschutzrichtlinie 2018 ändern wird, haben wir bereits für Sie zusammengefasst. Doch wissen Sie, welche Rechte Sie zu Ihrem Datenschutz schon vor 2018 geltend machen können? Wir klären auf.

Auskunftsrecht

Zuerst einmal müssen Sie sich selbst daran erinnern, dass egal welches Unternehmen Ihre Daten verarbeitet, es sich immer noch um Ihre Daten handelt. Sie haben das Recht darauf zu erfahren, was genau mit Ihren Daten passieren wird. Genauer: Sie dürfen erfragen welche Daten über Sie gespeichert werden, woher diese stammen, welche Berechtigung das Unternehmen dafür hat, weshalb sie erhoben wurden und an wen sie übermittelt werden können. Die jeweilige Stelle muss Ihrem Auskunftsrecht innerhalb von 14 Tagen nachgehen, starke Verzögerungen können zu einem Bußgeld führen.

Recht auf Einsicht

Mit dem Auskunftsrecht einher geht das Recht darauf, Einsicht in das Verfahrensverzeichnis zu erhalten. Ein Teil des Verzeichnisses – das „öffentliche Verfahrensverzeichnis“ – muss für jeden zugänglich sein. In diesem Verzeichnis sind genaue Angaben dazu enthalten, weshalb Daten erhoben werden, welche Gruppen betroffen sind und an wen die Daten übermittelt werden. 

Benachrichtigungsrecht

Des Weiteren haben Sie das Recht darauf zu erfahren, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Unternehmen müssen Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Daten erhoben werden, welche Stelle dafür verantwortlich ist und welche Art der Daten verarbeitet werden.

Berichtigung und Löschung

Unrichtige Daten müssen berichtigt werden, sofern Sie darauf bestehen. Die verantwortliche Stelle muss ohne vorausgehende Aufforderung korrigieren, sobald ihr der Umstand bekannt wird. Ähnlich steht es um die Löschung. Die Daten dürfen nur mit Einwilligung des Betroffenen erhoben werden, oder wenn ein Gesetz die Datenverarbeitung vorschreibt. Alle anderen Daten müssen gelöscht werden. Auch wenn Sie Ihre Einwilligung zurücknehmen sollten, muss das Unternehmen mit Löschung reagieren.

Widerspruch

Doch auch wenn ein Gesetz die Erhebung erlaubt, haben Sie grundsätzlich das Recht Einspruch zu erheben. Ein Widerspruch gegen die Nutzung der Daten für Zwecke der Werbung, Markt- und Meinungsforschung bedarf keiner Begründung.

Schadensersatz

Haben Sie als Betroffener einen Schaden von der Verarbeitung Ihrer Daten davongetragen, dann steht Ihnen ein angemessener Schadensersatz zu. Die verarbeitende Stelle muss den Beweis erbringen, dass sie alle Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Wurden Ihre Persönlichkeitsrechte schwerwiegend verletzt, kann Ihnen auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld zustehen.

Haben Sie Ihre Rechte im Blick

Insgesamt sollten Sie beim Thema Datenschutz aufmerksam bleiben. Lesen Sie sich vor allem im Netz alle Datenschutzerklärungen durch und setzen Sie Ihren Haken verantwortungsvoll. Sollten Sie im Nachhinein nicht mit Ihrer Einwilligung d’accord gehen, haben Sie immer noch das Recht auf Löschung und dem sollten Sie auch nachgehen.

Zurück