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Freistellung der Mitarbeiter wegen heißer Temperaturen

Erst wenn die Raumtemperatur 35 Grad Celsius überschreitet (fast nie der Fall), ist nach Arbeitsstättenregel ASR A3.5 der Arbeitsplatz nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Dann dürfen die Arbeitnehmer die Arbeit verweigern und haben gleichwohl Anspruch auf Vergütung (Annahmeverzug des Arbeitgebers).

Ab 26 Grad können und ab 30 Grad Celsius aufwärts müssen durch den Arbeitgeber geeignete Maßnahmen (Ermessensentscheidung) ergriffen werden, z.B.

  • die Lüftung in den frühen Morgenstunden,
  • die Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung,
  • die Lockerung der Bekleidungsregelungen,
  • die Bereitstellung geeigneter Getränke wie Wasser.

Eine geeignete Maßnahme wäre z.B. der Abbau von Überstunden oder Urlaubserteilung. Die Urlaubserteilung erfordert aber das Einverständnis der Arbeitnehmer, außer es werden Betriebsferien angeordnet (hierzu braucht es aber i.d.R. eine Ankündigungsfrist von mehreren Wochen).

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