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5 Tipps, mit denen Sie das Weihnachtsshopping unbeschadet überstehen

Die wohl besinnlichste und gleichzeitig stressigste Zeit des Jahres steht vor der Tür: Die Weihnachtsfeiertage sind die Zeit des Familienlebens, des gemütlichen Beisammenseins und des guten Essens. Der Wunsch danach, seinen Liebsten eine Freude zu bereiten, ist groß. Doch was, wenn das Geschenk nicht gefällt, die Lieferung zu spät eintrifft oder Sie nicht wissen, welcher Onlineshop seriös ist? Mit unseren fünf Tipps können Sie sicher sein, auf welche Rechte Sie nach und während des Geschenke-Shoppings bestehen können.

1. Nicht jeder Verkäufer nimmt Ware zurück

Die leidliche Frage nach dem perfekten Geschenk stellt sich jedes Jahr aufs Neue. Und da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, kommt es nicht selten vor, dass ein Geschenk so gar nicht gefällt. Wer sicher sein möchte, dass Fehlkäufe nach der Weihnachtszeit umgetauscht werden können, sollte sich frühzeitig im Geschäft oder Onlineshop darüber informieren. Grundsätzlich basiert das Umtauschrecht auf Kulanz. Verkäufer sind nicht dazu verpflichtet, Ware zurückzunehmen. Doch während der Weihnachtszeit sind auch Verkäufer oft feierlich gestimmt. Fristen werden häufig bewusst verlängert.

2. Kein Widerrufsrecht bei individuellen Geschenken

Die gravierte Kette für den Liebsten, das bedruckte T-Shirt für die Großeltern oder das bestickte Kissen für die Schwester: Bei individuell gestalteten Geschenken haben Sie kein gesetzliches Widerrufsrecht. Das gilt auch für DVDs und andere Medienträger sowie für Hygieneartikel, die bereits geöffnet wurden.

3. Schadensersatzansprüche bei verbindlichem Liefertermin

Egal wie gut die Geschenkidee auch ist, liegt das Geschenk nicht rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum, ist alle Mühe umsonst. Hat Ihnen der Verkäufer verbindlich zugesagt, dass die Lieferung bis Heiligabend bei Ihnen eintreffen wird, dies aber nicht geschieht, dann geben Sie nicht klein bei. Sie dürfen die Bestellung widerrufen und müssen Ihr Geld rückerstattet bekommen. In schwerwiegenden Fällen haben Sie sogar Recht auf Schadensersatz. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie wegen der Nichtlieferung ein teures Ersatzprodukt kaufen mussten.

4. Last-Minute-Geschenkgutschein

Gutscheine sind die wohl einfachste Last-Minute-Geschenkidee. Und doch sollten Sie beim Kauf besonders auf die Fristen achten. Nach Ablauf der Frist kann sich der Händler verweigern den Gutschein einzulösen. Wichtig für Sie: Er muss in diesem Fall den Wert des Gutscheins auszahlen. Dies ist nur nicht der Fall, wenn der Gutschein bereits seit drei Jahren ungültig ist. Dann können sich Verkäufer auf Verjährung berufen und Sie bekommen weder Ihr Geld zurück, noch die Ware.

5. Seriosität sicherstellen

Wer das Geschenk im Onlineshop kaufen möchte, sollte sich über dessen Seriosität informieren. Besonders wichtig sind ein vollständiges Impressum und ein ersichtlicher Telefonkontakt. Innerhalb der EU gibt es außerdem wichtige Gütesiegel, die ein Shop nur erhält, wenn er den strengen Qualitätskriterien gerecht wird. In der Regel finden Sie diese auf der Shopwebsite selbst. Kaufen Sie außerhalb der EU ein, müssen Sie sich darüber bewusst sein, dass EU-Verbraucherrechte dort nicht gelten. Informieren Sie sich also frühzeitig darüber, ob der Verkäufer zuverlässig ist. 

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